Durch die Blattflecken-Krankheit im Rasen werden zuerst helle Flecken sichtbar, die ohne Behandlung braun werden und die Rasenfläche absterben lassen. Die Blattflecken erkennt man, wie auf dem Bild, jeweils durch einen braunen Rand mit hellerem Zentrum. Sie können jedoch auch als Mischinfektion auftreten.
Die Hexenringe werden von verschiedenen Basidiomyceten gebildet. Die drei häufigsten Formen, die im Rasen zu sehen sind, vergleiche auch Bild:
ringförmige Hutpilze
dunkelgrüne Ringe im Rasen
ringförmige Kreise mit abgestorbenen Stellen und grünen Rändern
Diese Pilze leben von organischer Substanz im Boden und schädigen den Rasen nicht direkt. Abgestorbene Flächen werden meist durch Trockenheit im Bereich der Wurzelzone der Pilze verursacht.
Ein Rasen verbrennt, wenn man tagsüber wässert. Das stimmt nicht. Gerade bei Neusaaten, Übersaaten und Sanierungen mit Rollrasen ist es unerlässlich. Tipps in Broschüre: Bewässerung. Zwar ist die Bewässerung tagsüber wegen der Verdunstung weniger effizient, aber auch Gräser freuen sich über eine Abkühlung.
Die Bewässerung im Sommer ist eine zentrale Pflegemassnahme. Ausführlich haben wir hier darüber berichtet. Link
Trockenschäden behandeln: Meist wachsen vertrocknete Stellen im Rasen wieder von selber zu. Auf Sportrasenflächen empfehlen wir ab Ende August, die Flächen kräftig zu striegeln oder zu vertikutieren, aerifizieren und mit einer Regenerationsmischung wie Topsaat Turbo / UFA Regeneration mit 20 gr/m2 nachzusäen. Durch die Trockenheit können weniger tolerante Gräserarten wie Lolium eventuell nicht mehr austreiben, die Gräserzusammensetzung wird somit nachhaltig zum Negativen beeinflusst. Pflege.
Einige Rasengräser können nicht mehr austreiben, so wird die richtige Zusammensetzung gewährleistet.
Düngung: Meist ist die Nährstoffversorgung im Juli auf dem unteren Limit. Die Gefahr von Rotspitzigkeit steigt. Zudem sind unterversorgte Rasengräser anfälliger auf Hitze und Trockenstress. Wir empfehlen daher, die Düngergabe zu halbieren und Ende August den Rest auszubringen.
Mähen: Ohne Spielbetrieb nicht zu tief mähen, lassen Sie die Mähhöhe ruhig auf 45-55mm. Vor dem Betrieb langsam stufenweise wieder tiefer mähen.
Sommerfusarium: Achten Sie bei der Hitze und der Bewässerung auf Sommerfusarium.
zu hohe Düngergaben, insbesondere zu viel Stickstoff und Kalimangel
Erkennen
Siehe Bilder: Anfänglich sieht es wie ein Trockenschaden aus, zum Teil leicht bläulich. Die Gräser bleiben meist liegen, gut erkennbar an den Spuren nach dem Mähen. Auffällig an einzelnen Stellen, deren Flächen schnell grösser werden, besser sichtbar, wenn Sie den Rasen aus einer weiteren Distanz betrachten.
Bekämpfung
Bewässerung sofort anpassen, Intervalle verlängern Link
darauf achten, dass der Rasen trocken in die Nacht geht
evtl. Mähhöhe senken, damit Rasen schneller abtrocknet (Achtung = Verbrennungsgefahr!)
Diese Krankheit tritt in der Praxis häufig in Form von Misch-Infektionen auf. Durch Maschinen, Spieler, Wind und Wasser ist eine schnelle Verbreitung möglich. Befallene Rasenflächen zeigen zunächst unregelmässige, hellgrüne Flecken, die sich dann hellbraun und später strohartig verfärben. Das schwach rötliche Myzel erscheint nur bei hoher Luftfeuchtigkeit am Rande der befallenen Stellen. An den Einzelpflanzen lassen sich Blattflecken feststellen. Zudem treten dunkelbraune Verfärbungen an den Wurzeln auf. Um dem Befall vorzubeugen empfehlen wir eine ausgewogene und gleichmässige Nährstoffversorgung durch eine gezielte Kaliumzufuhr während der Sommermonate. Die Krankheit kann auch mit einem präventiven und heilendem Rasenfungizid behandelt werden.
Wichtig ist generell die richtige Bewässerung im Sommer. Sie können durch ständige Wassergaben die Pilzerkrankung fördern. Zur Erinnerung: Lange Zeitabstände, dafür viel Wasser. Mehr Infos.
Im Moment wundern sich viele wieder über die roten Flecken im Rasen, insbesondere an den Randbereichen. Die Rotspitzigkeit ist eine sehr verbreitet auftretende Rasenkrankheit, die durch Pilzbefall (Laetisaria fuciformis, Corticium fuciforme) verursacht wird. Sie ist haupsächlich auf Sportrasenplätzen, aber auch auf dem Hausrasen feststellbar. Ein Befall mit der Rotspitzigkeit ist fast ganzjährig zu beobachten, bei Temperaturen zwischen 5 bis 28 Grad Celsius. Folgende Faktoren begünstigen die Rotspitzigkeit:
feucht-warme Witterung
zu geringe Stickstoff – Versorgung
schlecht geschliffene Mäher-Messer
Die befallenen Rasenblätter sind durch die deutlich rote Pilzmyzel gut zu erkennen. Als besonders anfällig gelten Poa pratensis, Lolium-Arten, Agrostis und Festuca rubra.
Bekämpfung der Rotspitzigkeit:
Anders als bei einem Sommerfusarium ist die Lösung hier einfach. Der Rasen ist nach Programm zu düngen. Es gilt, auf eine genügende Stickstoffversorgung zu achten, insbesondere bei Sportplätzen auch an den Randbereichen. Bei Trockenheit wird das Problem zudem entschärft.