Konstruktionsprinzip der Mischbauweise
Die Mischbauweise stellt eine wirtschaftlich und funktional ausgewogene Bauweise im Naturrasen-Sportplatzbau dar. Sie kombiniert die bodennahe Bauweise mit jenen der Sickerschlitz- und / oder Drainschichtbauweise. Sie eignet sich insbesondere für Sportanlagen mit mittlerer Nutzungsintensität.
Bei der Mischbauweise wird die vorhandene, meist über Jahre aufgesandete Rasentragschicht wiederverwendet. Die bestehende Rasentragschicht wird vor Ort mit definierten mineralischen Zuschlägen verbessert und gemischt. Als oberste Schicht kann eine werkseitig hergestellte, normkonforme Rasentragschicht-Fertigmischung eingebaut.
Unterhalb der Rasentragschicht wird eine Flächendrainage und / oder Sickerschlitze eingebaut, welche die Entwässerungsleistung gegenüber der rein bodennahen Bauweise erhöht.
Durch diese Kombination werden die natürlichen Eigenschaften des Standortbodens genutzt und gleichzeitig die hydraulischen und funktionalen Eigenschaften verbessert.
Eigenschaften der Mischbauweise
Verbesserte Entwässerungsleistung gegenüber der bodennahen Bauweise
Geringerer Materialaufwand im Vergleich zur reinen Drainschichtbauweise mit Rasentragschicht
Ökologischer Gedanke, Wiederverwerung von vorhandenem Material (sofern geeignet)
Hohe Belastbarkeit bei gleichzeitig wirtschaftlicher Ausführung
Geeignet für Sportplätze mit mittlerer Belastbarkeit

