Bodennaher Aufbau

Konstruktionsprinzip des bodennahen Aufbaus

Die bodennahen Bauweise eignet sich insbesondere für Standorte mit günstigen Boden- und Entwässerungsverhältnissen sowie für Anlagen mit geringer Nutzungsintensität.

Beim bodennahen Aufbau wird der vorhandene Oberboden aufbereitet und verbessert, anstatt vollständig durch normierte Fertigsubstrate ersetzt zu werden. Zur Optimierung der bodenphysikalischen Eigenschaften wird der Oberboden mit definierten mineralischen Zuschlagstoffen wie zum Beispiel kalkarmer Rheinsand, Quarzsand oder Lava gemischt.

Das Mischungsverhältnis der einzelnen Komponenten wird auf Basis einer Voruntersuchung festgelegt. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Bodenlabor und berücksichtigt unter anderem Korngrössenverteilung, Wasserdurchlässigkeit, Porenvolumen und organischen Anteil.

Zur Verbesserung der Entwässerung werden Sickerschlitze durchgehend in der Rasentragschicht hergestellt, um den Abfluss von Niederschlags- und Sickerwasser effizient sicherzustellen.

Ziel ist die Herstellung einer standortangepassten, funktionsfähigen Rasentragschicht, welche die Anforderungen für eine geringere Nutzung ermöglicht. 

Charakteristik und Einsatzbereich

Die bodennahe Bauweise zeichnet sich durch:

  • geringere Eingriffe in den Baugrund

  • reduzierte Material- und Transportaufwände

  • gute ökologische Bilanz durch Wiederverwendung vorhandener Böden

  • Einsatzbereich bei Schulhäuser, Bade- und Parkanlagen mit öffentlicher Nutzung oder Nebenplätze und Flächen von Sportanlagen für multifunktionale Nutzung