Einladung zum Sportrasenseminar vom 16. September 2021

Das jährliche, traditionelle Fachseminar zur Sportrasenpflege ist die optimale Plattform für Profis der Sportplatzpflege, um sich unter Berufskollegen auszutauschen und neue Lösungsansätze zu diskutieren.

Dies sind die neusten Trends auf dem Sportrasen:

Mikroorganismen, Meeresalgen, Mähroboter und eine sinnvolle Pflege der Nebenflächen. Wie lassen sich diese Punkte zu einem sinnvollen und ganzheitlichen Pflegekonzept zusammenfügen?

Lassen Sie sich von OHS, Trüb für Grün AG, Green Robotics GmbH und Robert Aebi Landtechnik AG inspirieren! Zögern Sie also nicht, melden Sie sich an und profitieren Sie von diesem interessanten Tag!

Datum:                       Donnerstag, 16. September 2021

Anmeldeschluss: Donnerstag, 9. September 2021

Zeit:                            8.30 – ca. 16.30 Uhr

Ort:                             Sportanlage Eschfeld, 6300 Steinhausen

Kosten:                       CHF 120.– / Person inkl. Verpflegung

Auskunft:                  Otto Hauenstein Samen, Christoph Baumann, 044 879 17 19

Wir freuen uns, Sie am 16. September in Steinhausen begrüssen zu dürfen.

Sportplatzknigge

Wie verhalten wir uns richtig auf dem Sportplatz?

Richtiges Verhalten auf dem Fussballrasen ist sehr wichtig. Nur wer die Nutzung vom Naturrasen im Griff hat, schützt die dauerhafte Rasenqualität und kann sich lange daran erfreuen. Eine gleichmässige Belastung spielt dabei eine entscheidende Rolle und sollte als Sportplatzknigge, falls es nicht schon Standart ist, eingeführt werden.

Hier finden Sie zehn Beispiele wie der Sportrasen optimal und gleichmässig belastet werden kann. Am besten man verwendet für jedes Training immer wieder eine andere Nummer. Aus einem Grossspielfeld werden zehn Kleinspielfelder. Trotz hoher Nutzung, wird der Rasen gleichmässig belastet und abgenutzt oder eben geschont.

Weitere Sportplatzknigge Regeln sind:
  • Rasensperrzeit einhalten, auch die Gräser brauchen Erholung
  • Leiterli oder Sprint Training auf Nebenflächen ausführen
  • Mobile Tore verwenden und diese immer wieder umstellen
  • Tore ausserhalb vom Spielfeld lagern
  • Rasen bei Regen oder grosser Nässe nicht benutzen
  • Punktbelastungen vermeiden
  • Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, ausgetretene Rasenteile wieder einsetzen und festtreten
  • Abfall und Unrat nicht auf den Platz werfen
  • Kleine Löcher im Rasen mit einem Gemisch aus Rasenerde und Samen von Hand ausgleichen
  • Wasserschläuche nach der Beregung wegräumen oder alle 1-3 Tage umlegen, um Schadstellen zu vermeiden

Noch Fragen zum Sportplatzknigge oder wie abgenutzte Flächen wieder regeneriert werden können? Dann rufen Sie uns an. Wir freuen uns.

Herzrasen, die Jubiläumsausgabe

Wir freuen uns, Ihnen die neuste Ausgabe des Magazins Herzrasen zu präsentieren. Sehen Sie viele spannende Projekte, die unsere Partner und wir in der RKS-Gruppe im vergangenen Jahr realisiert haben.

Zudem feiern wir 30 Jahre RKS-Gruppe. Die RKS-Gruppe besteht aus diversen am Markt gefestigten Sportplatzbauern und -pflegern. An unseren Tagungen, welche jeweils im Frühling und im Herbst stattfinden, bringen wir uns immer wieder auf den neusten Stand. Corona machte unserer Herbst-Jubiläumstagung in Hamburg einen Strich durch die Rechnung. Diese wird nun im kommenden Herbst nachgeholt. Wir freuen uns schon jetzt auf den erneut regen und interessanten Austausch von Fachwissen.

Hier geht es zur Jubiläumsausgabe Herzrasen

Jeden Rasen richtig wässern

Was hier einfach tönt, ist gar nicht so einfach. Es ist eine der meist gestellten Fragen in Bezug auf das Thema Rasen. Fällt von oben nicht genügend Wasser, muss mit einer Bewässerungsanlage nachgeholfen werden. Wie viel gegossen werden muss, hängt von der Jahreszeit und den Temperaturen ab. Der Wind und die Bodenbeschaffenheit sind weitere Faktoren, welche die Wassermenge beeinflussen und verändern können. Deshalb ist es schwierig, einen allgemein gültigen Bewässerungsvorschlag zu erstellen. Dennoch können Richtwerte angegeben werden.

Im Frühling und im Herbst sind die Tagestemperaturen wesentlich tiefer als im Sommer. In diesen Jahreszeiten kann die Wassergabe reduziert oder sogar darauf verzichtet werden. Was möchten wir mit dem ausgebrachten Wasser erreichen? Wie bewässere ich den Rasen richtig?

Mit der Wassergabe möchten wir folgendes auf dem Sportrasen erreichen, fördern und bewirken:

  • Wuchskraft der Rasengräser
  • Tiefenwachstum der Wurzeln
  • Regenerationskraft der Gräser
  • Nährstofffreisetzung der Düngung
  • Nährstofftransport innerhalb vom Gras
  • Gute Bespielbarkeit des Rasens
  • Scherfestigkeit verbessern
  • Bespielbarkeit in den Sommermonaten sicherstellen

Welche Art von Rasen möchten wir bewässern?

  • Neusaat
  • Nachsaat
  • Nach Regenerationsmassnahmen
  • Nach Rollrasenverlegung
  • Bestehender Rasen

Bewässerung Neusaat

Die Neusaat braucht viele Wassergaben mit kleinen Wassermengen. Die Rasensamen müssen in der Startphase stetig feucht gehalten werden. Der Grassamen keimt je nach Art und mit Keimbeschleunigung nach 5 – 10 Tagen. Poa pratensis (Wiesenrispe) braucht ohne Keimbeschleunigung sogar bis 20 Tage. Die Samen haben noch keine Wurzeln und können deshalb kein Wasser aus dem Boden aufnehmen. Eine ausgiebige Wassergabe nützt hier nichts. Hier braucht es:

Woche1 – 3 4 – 6 7 – 8
Intervall2 – 5 x pro Tag1 x pro Tag1 x pro 3 Tage
Menge pro Intervall2 – 3 l / m23 – 10 l / m210 – 15 l / m2
Bewässerungstiefe3 – 5 cm5 – 10 cm10 – 15 cm
ZielKeimling feucht haltenWurzelwachstum in die Tiefe fördernWurzelwachstum in die Tiefe fördern

Die Kontrolle der Bewässerung sollte immer durch eine Spatenprobe oder mit einem Regenmesser erfolgen.

Bewässerung Nachsaat

Die Nachsaat unterscheidet sich nur geringfügig von der Neusaat. Die Nachsaat ist je nach Zustand des Rasens beziehungsweise der Abnutzung durch die vorhandenen Gräser schon etwas beschattet. Die Wassergabe soll aber trotzdem die bestehenden Gräser möglichst bald unterstützen und nicht die flach wurzelnden Ungräser (z. B. Poa annua) fördern. Hier unser Vorschlag für die Bewässerung:

Woche 1 – 3 4 – 6
Bewässerungsintervall2 – 3 x pro Tag2 x pro Woche
Wassermenge pro Intervall2 – 3 l / m28 – 10 l / m2
Bewässerungstiefe3 – 5 cm12 – 15 cm
ZielKeimling feucht haltenWurzelwachstum in die Tiefe fördern
Die Nachsaat kommt auf

Bewässerung nach Regenerationsmassnahmen

Die Rasenregeneration macht Sinn, um den ganzen Rasen zu verbessern oder instand zu stellen. Dies gilt nicht nur für die oberirdischen, sondern auch für die unterirdischen Pflanzenteile. Werden in den Sommermonaten die Regenerationsmassnahmen durchgeführt, empfiehlt es sich mit Wasser die Regeneration der Gräser zu unterstützen. Das Gesamtpaket wirkt sich positiv auf die Scherfestigkeit und Regenerationskraft der Gräser aus.

Wird bei der Regeneration im Sommer nachgesät, muss die Bewässerung angepasst werden. Die Neusaat sollte feucht gehalten werden, zugleich soll das Wasser tiefgründung die Wurzeln der bestehenden Gräser erreichen. Diese beiden Wassergaben stehen daher im Widerspruch zueinander, was die Ausgestaltung der Bewässerung sehr schwierig macht. Hier muss ein Mittelweg gewählt werden, die Nachsaat darf jedoch nie austrocknen. Das heisst, ein bis zwei Wassergaben pro Woche sollten auch die gut verwurzelten Gräser in der Tiefe (15 – 20 cm) erreichen. Ein gutes Fingerspitzengefühl ist daher gefragt und die Kontrolle mit dem Spaten oder Regenmesser unabdingbar.

Bei der Rasenregeneration ohne Nachsaat müssen bestehende Gräser wie schon erwähnt mit tiefgründigen Wassergaben unterstützt werden. Hier kommt zur normalen Bewässerung eine bis zwei zusätzliche Wassergaben hinzu. Ein Beispiel wie es möglicherweise aussehen könnte.

Annahme normale Bewässerung2 x pro Woche mit 10 – 15 l/m2
Zusätzliche Bewässerung1 – 2 x pro Woche mit 7 – 10 l/m2

Bewässerung nach Rollrasenverlegung

Nach dem Verlegen von Rollrasen muss sofort und regelmässig gewässert werden. Vor allem die Ränder sind vom Austrocknen rasch betroffen. Wir empfehlen:

Liter pro m2Intervall
Beim Verlegen 10 – 20 l/m2
1. Woche3 – 5 l/m22-3 x pro Tag
2. Woche5 – 10 l/m21 x pro Tag
3. Woche10 – 15 l/m22 – 3 x pro Woche
4. Woche15 – 20 l / m21 – 2 x pro Woche
Die Angaben sind theoretisch, je nach Witterung muss mit mehr oder weniger Wasser gerechnet werden.

Nach der vierten Woche kann zum normalen Bewässern übergegangen werden. Immer so viel geben wie nötig, jedoch nicht verwöhnen. Verwöhnte Sportrasen sind meistens weniger strapazier- und widerstandsfähig als knapp bewässerte Rasenflächen. Die Wassermenge sollte der Jahreszeit beziehungsweise den Tagestemperaturen angepasst werden. Siehe folgende Tabelle.

Bewässerung bestehender Rasen

Mittels folgender Tabelle kann anhand der Tagestemperatur und des Wasserverbrauches der Gräser der Bewässerungsintervall ausgerechnet werden.

Tageshöchsttemp. (°C)Wasserverbrauch (l/m2/Tag)Beregnungsabstand (Tage)
> 35>71
30 – 355 – 62 – 3
25 – 303 – 44 – 5
10 – 252 – 38 – 10
< 201 – 210 – 15

Beispiel:

Bei 30° C wird 5 l/m2/Tag Wasser verbraucht. Giesst man 15 l/m2, ist die nächste Wassergabe nach drei Tagen fällig.

In 10 Schritten zum Top-Rasen

Der Naturrasen-Sportplatz sollte möglichst strapazierfähig und langfristig bespielbar sein. Was stetig abgenutzt wird, muss auch gleich wieder gut gepflegt und instand gestellt werden. Verpasste Pflegemassnahmen sind schwierig aufzuholen. Deshalb raten wir, den Rasen dauernd zu beobachten und immer wieder neu zu beurteilen. Neben der wichtigsten Pflegemassnahme, den Rasen mähen, führen die folgenden zehn Schritte zum Erfolg. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Herzrasen 2020

Wir freuen uns, Ihnen die neuste Ausgabe von unserem Magazins Herzrasen bereitstellen zu können.

Spannende Themen wie:

  • Kunstraen verfüllt oder unverfüllt
  • Schlitz- oder Perforationssaat
  • Referenzen

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Einladung zum Sportrasenseminar vom 7. Mai 2020

Das jährliche, traditionelle Fachseminar zur Sportrasenpflege ist die optimale Plattform für Profis der Sportplatzpflege, um sich unter Berufskollegen auszutauschen und neue Lösungsansätze zu diskutieren.

Dies sind die neusten Trends auf dem Sportrasen:

Mikroorganismen, Meeresalgen, Mähroboter und eine sinnvolle Pflege der Nebenflächen. Wie lassen sich diese Punkte zu einem sinnvollen und ganzheitlichen Pflegekonzept zusammenfügen?

Lassen Sie sich von OHS, Trüb für Grün AG, Green Robotics GmbH und Robert Aebi Landtechnik AG inspirieren! Zögern Sie also nicht, melden Sie sich mit dem Antworttalon an und profitieren Sie von diesem interessanten Tag!

Datum:                       Donnerstag, 7. Mai 2020

Anmeldeschluss: Donnerstag, 30. April 2020

Zeit:                            8.30 – ca. 16.30 Uhr

Ort:                             Sportanlage Eschfeld, 6300 Steinhausen

Kosten:                       CHF 120.– / Person inkl. Verpflegung

Auskunft:                  Otto Hauenstein Samen, Andreas Fuhr, 044 879 17 19

Anmeldung-Fachseminar-Sportrasen 2020

Wir freuen uns, Sie am 7. Mai in Steinhausen begrüssen zu dürfen.

Der Rasenfilz

Die Anreicherung organischer Masse an der Bodenoberfläche von Rasenflächen nennt man Rasenfilz. Diese Akkumulation verändert die Eigenschaft der Rasenfläche massgeblich. Der Rasenfilz muss nicht zwangsläufig aus abgestorbenen Blättern bestehen, es können auch abgestorbene Wurzeln oder Ausläufer der Gräser sein.

Der Rasenfilz entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen neuer organischer Masse und deren Abbaurate. Trockenheit oder häufige und starke Bewässerung von Rasenflächen kann tendenziell zu einer höheren Rasenfilzbildung führen, ebenso das Mähen mit dem Roboter ohne Schnittgutaufnahme. Der schlechte Lufthaushalt, der durch Bodenverdichtung beim Fussballspiel zu Stande kommt, kann ein weiterer Grund sein. Die Bodenverdichtung und die Trockenheit schränken die Mikroorganismen in ihrer Tätigkeit ein und haben einen verminderten Abbau von organischer Masse zur Folge. Der Abbau funktioniert nur, wenn der Boden feucht ist und die im Boden lebenden Regenwürmer und Bakterien sich fortbewegen können.

Der Rasenfilz ist unerwünscht, weil:

  • grosser Wasserrückhalt (wie ein Schwamm)
  • Verlust der Strapazierfähigkeit (Scherfestigkeit)
  • geringe Tiefendurchwurzelung
  • vermindert die Widerstandsfähigkeit bei Trockenheit
  • schlechte Wirkung von Übersaaten (kein Bodenkontakt von Saatgut)
  • kein Nährstoffspeicher
  • erhöhte Krankheitsanfälligkeit

Der Rasenfilz kann Wasser speichern wie ein Schwamm. Ein Millimeter Filz speichert einen Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Ist eine 10 mm starke Filzschicht vorhanden, kann bei 10 mm (10 l/m2) Niederschlag gar kein Wasser mehr in den Boden dringen. Alles wird im Filz aufgehalten. Dies hat eine schlechte Wurzelbildung zur Folge und macht den Rasen bei Trockenperioden kaum mehr widerstandsfähig.

Die Gegenmassnahmen sind das Striegeln und das Vertikutieren. Sogar das Aerifizieren mit Hohlspoons hilft den Filz abzubauen, da dieser durchstochen und dadurch wieder besser abgebaut werden kann. Am besten wird Sand in die Aerifizierlöcher eingeschleppt. Dies hält die Durchlässigkeit und den Lufthaushalt aufrecht, die Mikroorganismen können ihre Arbeit erledigen.

Die Häufigkeit der Filzbekämpfung richtet sich nach der Geschwindigkeit vom Filzaufbau. Dies kann zum Beispiel mit einmal vertikutieren pro Jahr genügen. Auf Sportplätzen reden wir oft von 2 – 4 mal striegeln pro Jahr.

Rasenernährung

Die starke Belastung auf Sportplätzen fordert den Gräsern vieles ab. Die Rasengräser  benötigen neben Licht und Wasser natürlich auch Nährstoffe. Mit der optimalen Düngung wird die dichte, dunkelgrüne Grasnarbe gefördert, die Wurzeltiefe verbessert und somit auch die Belastbarkeit gesteigert. Die Hauptnährstoffe, die benötigt werden, sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und Magnesium. Es werden noch weitere kleinere Mengen an Nährstoffen benötigt, diese nennt man Spurenelemente. Im Merkblatt findet man deren Funktion.

Merkblatt Nährstoffe und ihre Funktion

Wirkung von Rasendünger Trüb für Grün AG

Die Bodenstruktur und das Bodenlebewesen spielen eine entscheidende Rolle für den Nährstoffhaushalt. Auch Luft, Wasser und Wärme muss im Boden vorhanden sein, damit die Mikroorganismen die Nährstoffe für die Pflanze verfügbar machen können.

Grundsätzlich gilt bei den Nährstoffen das Gesetz vom Minimum. Alle Nährstoffe müssen genügend und vor allem im Verhältnis vorhanden sein. Eine Überdüngung wirkt sich ebenso negativ aus wie eine Unterversorgung. Wer alle 3-5 Jahre eine Bodenprobe entnimmt und diese analysiert, kann bedarfsgerecht düngen.

Tipp für die Düngung:

  • 3-6 Düngergaben pro Jahr, verteilt auf Ende März bis Oktober
  • Kreuzweise mit der halben Menge auf den frisch gemähten Rasen ausbringen
  • Ausbringen vor Niederschlägen oder danach einwässern
  • Ausbringen bei über 8° Bodentemperatur
  • Als Faustregel gilt 20-40g Reinstickstoff, je nach Platzaufbau und Nutzungsintensität