Spielen oder nicht? Darüber sind sich die Platzverantwortlichen und Vereine selten einig.
Bekanntlich verursacht das Fussballspiel besonders bei nasser Witterung am meisten Schäden auf dem Rasenplatz. Es gilt, die Nutzungsansprüche und Pflegemassnahmenso in Übereinstimmung zu bringen, dass ohne längere Unterbrüche eine befriedigende Grasnarbe erhalten bleibt. Hier können Sie ein Merkblatt für Ihren Gebrauch herunterladen.
Rasenplatz bleibt gesperrt :
auf Anweisung des Platzwartes
bei tiefgründiger Nässe und Dauerregen
Frost oder einsetzender Schneefall
wenn zwischen Regen und Spiel weniger als 2 Stunden bestehen
Einer der häufigsten Suchbegriffe in unserem Sportrasenforum ist die mögliche Bekämpfung der Poa annua. Aus diesem Anlass erstellen wir ein pdf für Sie mit einigen Lösungsansätzen für deren Bekämpfung. Es ist keine abschliessende Liste, Ihre Erfahrungen und Tipps sind an dieser Stelle willkommen.
Aufgrund seines Namens wird der Schneeschimmel häufig mit Schnee in Verbindung gebracht. Dabei tritt diese Pilzkrankheit vornehmlich bereits in den Herbstmonaten bei Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes auf, bei ca. 0-8 Grad. Eine kühle Witterung in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit lässt an manchen Tagen die Infektion nahezu explodieren. Im Frühstadium der Erkrankung zeigen sich kleine, gräuliche Flecken von einigen wenigen Zentimetern Durchmesser.
Die Gräser an den befallenen Stellen sind nass und verfault. Diese kleinen Stellen weiten sich in der Folge zu größeren Flächen aus, wobei diese ineinander übergehen können. Mit einer ausreichenden Versorgung der Gräser mit Kali (K) im Herbst kann das Problem vermindert werden.
Im Frühjahr kann der Schneeschimmel mit Schleppnetz oder Striegel aufgeraut werden. Ebenso mit einem schnellwirkenden Rasendünger wird die Verbreitung gestoppt. In dieser Jahreszeit wird somit keine chemische Behandlung notwendig.
Die ideale Rasenpflege nach dem Winter finden Sie hier:
Entscheidend, um Winterschäden im Rasen zu vermeiden, sind Abhärtung und Vorbeugung. Häufiger Temperaturwechsel bricht die Winterhärte. Schäden entstehen durch die extrazellulare Eisbildung (also Schädigung durch Eiskristalle ausserhalb der Zelle) und die intrazellulare Eisbildung (Eiskristallbildung innerhalb der Zelle). An den Temperaturwechseln können wir nichts ändern, nur an der Vorbeugung von Schäden. Durch eine Anhebung des Kaligehaltes wird der Kälte-Stress deutlich minimiert. Dies muss vor Wintereinbruch erfolgen. Um eine hohe Reservestoff-Einlagerung zu erzielen sollte die Herbstdüngung möglichst spät durchgeführt werden. Bei einem Stickstoff (N) Verhältnis zu Kalium ( K) von 1:2 nehmen die Schäden über 30 % ab. (Quelle Turfgrass Maintenance Reduction, 1993)
Vorbeugung
Herbstdünger mit Kalium (K2O), Kali festigt das Gewebe und erhöht die Widerstandskraft gegen Kälte und Krankheiten, Verbessert die Dürre- und Kälteresistenz, begünstigt die Wasseraufnahme, Düngung möglichst spät ausführen
Schnitthöhe beim letzten Schnitt anheben, damit der Rasen genügend Reservestoffe einlagern kann
Platz bei nasser Witterung genügend früh sperren
Start in den Frühling auf Sportplätzen
Durch den warmen Winter sind die Nährstoffreserven aufgebraucht. Um die vielen Wurmhaufen, welche ebenfalls durch den warmen Winter besonders zahlreich sind, zu entfernen, empfehlen wir den Einsatz von einem Schleppnetz oder einem Rasenstriegel. Ein schnellwirkender Stickstoffdünger hilft dem Rasen, ab einer Bodentemperatur von 8 Grad Celsius, schnell wieder grün zu werden. Als Nebeneffekt wird der Schneeschimmel bekämpft. Zur Erinnerung an die ungeduldigen Benutzer: Wann kann der Fussballplatz für den Betrieb geöffnet werden? Hier gilt die goldene Regel:
Rasenplatz wird geöffnet wenn:
die Grasnarbe und die Rasentragschicht komplett aufgetaut ist
nach dem 1. Schnitt
der Platz das erste Mal im März gedüngt worden ist und die Wurmhaufen abgeschleppt sind
Bereits neigt sich das Jahr 2014 dem Ende entgegen. Die NZZ hat treffend geschrieben: Der Sommer, der nie wurde, was er sein sollte. Dank dem trockenen Frühling konnten wir bei den Rasen-Neubauten zügig starten: Neubau Uetikon am See, Beichlen Wädenswil, FC Luzern Platz 6 und für die Stadt Luzern den Platz 44. Der Neubau in Hausen am Albis fiel dann in die nassen Sommermonate, beim Neubau des Utogrund Zürich war der schöne Herbst wieder versöhnlicher. Auf all diesen Neubauten konnten wir rekordverdächtige 49’000 m2 Rollrasen verlegen. Dutzende Sanierungen diverser Events, von Schwingfesten über Konzerte bis hin zu Stadtfesten, hielten uns stetig auf Trab. Bei der klassischen Regeneration der Sportrasenflächen durften wir auch in diesem Jahr weit über eine Million Quadratmeter betreuen.
Dafür möchten wir Ihnen, liebe Kunden, ganz herzlich danken für das Vertrauen, welches Sie uns entgegenbringen.
Ein grosser Dank geht auch an unsere Mitarbeiter, trotz den wenigen guten Wetterabschnitten haben sie alles gegeben. Ein weiteres Dankeschön an unsere Lieferanten, Subunternehmer und Werkstätten, dass ihr alle am gleichen Strick zieht, ohne euch würde alles stehen bleiben.
Gerade die Torräume, oft aber auch das ganze Mittelfeld, leiden in den Herbstmonaten durch die Feuchtigkeit in der Rasentragschicht.
Kahle Flächen im Sportrasen, besonders in den Torräumen und im Mittelfeld sind die Folgen.
Die Sanierung dieser Flächen mit Rollrasen ist die beste Methode, den Rasen in spielfreien Zeiten kurzfristig und mit Erfolg wieder herzustellen.
Gerade jetzt anfangs November/Dezember ist eine Sanierung mit Dicksoden besonders effizient. Der Rollrasen wurzelt bis zum Frühjahr und bei Spielbeginn ist der Platz in perfektem Zustand. Dicksoden ist Rollrasen mit einer Stärke/Schäldicke von 25-35mm.
Für Sportrasen-Plätze muss der Rollrasen grundsätzlich immer auf Sand gezogen sein und unbedingt der DIN 18035/4 entsprechen.
Folgende Vorgehensweise bei der Verlegung von Rollrasen im Tor und Mittelfeldbereich ist optimal:
abfräsen der bestehenden Grasnarbe und Entfernen von Filz und Speckschicht
sauberes Abschneiden mit einem Rasensodenschneider an den Rändern
lockern der Rasentragschicht mit Vertidrain oder Kreiselegge
erstellen der Feinplanie/Reinplanie
ausbringen von ca. 40g Startdünger/m2
ausbringen von ca. 100g Agrosil/m2 oder Vegevert zur Förderung des Wurzelwachstums
leichtes Anwalzen des Rollrasens
ausreichendes Wässern auch im November
sauberes Verfüllen der Ränder mit Rasentragschicht (Lavaterr oder gleichwertiges Material)
Einsaat mit Regenerationssamen wie OHS Topsaat Turbo oder UFA Regeneration Highspeed
Bekanntlich verursacht das Fussballspiel besonders bei nasser Witterung die meisten Schäden auf dem Rasenplatz. Es gilt, die Nutzungsansprüche und Pflegemassnahmen so in Übereinstimmung zu bringen, dass ohne längere Unterbrüche eine befriedigende Grasnarbe erhalten bleiben kann.
Die Belegungsstunden (34 Wochen/ Jahr) sind mit dem Zustand des Platzes, je nach Bauart, wie folgt verbunden:
bis 510 h / pro Jahr (6-15 h / Woche) Grasnarbe einwandfrei
bis 680 h / pro Jahr (15-20 h / Woche) Allgemeinzustand gut, lockere Stellen bei Torräumen
Bis 850 h / pro Jahr (20-25 h / Woche) Mittelfeld / Zentrum / Torräume stark beansprucht und abgespielt
Bei den genannten Zahlen handelt es sich um Richtwerte. Bei starker Nässe kann selbst ein Spiel pro Woche zu viel sein.
Platzwarte müssen aufgrund der Richtstundenzahl entscheiden, ob eine weitere Belegung des Spielfeldes noch zulässig ist, wenn der Platz nachhaltig eine gute Grasnarbe aufweisen sollte. Eine Überbelegung hat lange Sperrzeiten und unökonomischen Verschleiss zur Folge.
Wir klären gemeinsam mit Ihnen die Intensität und Art der Nutzung Ihres Platzes und können Lösungen ausarbeiten für eine höhere Belastung.
Unser Tipp: In den letzten Herbstwochen vom Gas gehen und die Plätze schonen, damit der Rasen mit einer geschlossenen Grasnarbe in den Winter gehen und sich im Frühjahr einwandfrei präsentieren kann.
In den öffentlichen Grünanlagen, den Strandbädern und den Schulhäusern beginnen nun die Rasenregenera-tionen. Der Rasen kann sich von der intensiven Nutzung in den Sommermonaten erholen und wintertauglich gemacht werden.
Mit dem Besanden durch Quarzsand wird beim Rasen die Ebenflächigkeit erhöht sowie die Wasserdurchlässigkeit verbessert. Dadurch wird der Bodenluft / Gasaustausch gefördert.
Beim Aerifizieren mit Hohlspoon’s mit dem Vertidrain werden die Verdichtungen aufgelockert und durch das Einarbeiten des Sandes die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Das Aerifizieren stärkt auch die Vitalität der guten Rasengräser.
Durch das Abschleppen oder Einstriegeln wird der Auswurf verrieben und es entsteht ein gutes Saatbeet für die Nachsaat.
Die abgenutzten Rasenflächen brauchen eine Nachsaat, damit der Rasen geschlossen und dicht in den Winter gehen kann. Es werden spezielle Regenerationsmischungen wir UFA Highspeed Regeneration oder OHS Topsaat Turbo verwendet.
Die kalibetonte Herbstdüngung und die Beikrautregulierung sind ebenfalls Punkte, die es zu beachten gibt.
Sprechen Sie mit Ihrem Rasen-Profi vor Ort, welche Massnahmen für Ihren Sportplatz notwendig sind.
Bessere Sportrasenqualität bei höherer Nutzungsdauer!
Sinnvolle Pflegemassnahmen als Ergänzung zum Mähroboter
Anlässlich des Rasenseminars, organsiert von Green Robotics, konnten wir einem interessierten Kreis sinnvolle Pflegemassnahmen vorführen, welche als Ergänzung zu einem Mähroboter durchgeführt werden sollten.
Der Mähroboter führt im Allgemeinen dank des regelmässigen Schnittes zu einer besseren Rasenqualität.
Bilder Pius Eicher, Logis Switzerland, Bodenschutzsysteme
Vorteile im Überblick
verbesserte Sportrasenqualität durch regelmässigen Schnitt
Kostensicherheit
schont die Umwelt
praktisch keine Bodenverdichtung
Sicherheit dank Sensoren und Sonar
Unterstützende Pflege
Als Schwerpunkt zeigten wir das Absanden mit kalkarmem Rheinsand. Jeder Rasenplatz, unabhängig von der Mähmethode, bildet jährlich eine ca. 5mm starke, humose Schicht. Diese wird mittels 5mm kalkarmem Sand oder Quarzsand wasserdurchlässig gehalten. Das Aerifizieren mit einem Hohlspoon vermischt die bestehende Rasentragschicht mit dem neuen Sandauftrag und belüftet und lockert sogleich den Boden. Das regelmässige Striegeln des Rasens haben wir ebenfalls vorgeführt. Das Abstriegeln verhindert eine Filzbildung und kann bis viermal jährlich durchgeführt werden. Mit diesen Massnahmen haben Sie bessere Rasen-Qualität mit höherer Nutzungsdauer.