Schwarzbeinigkeit

Schwarzbeinigkeit im Rasen, im englischen auch Take-all-Patch genannt, verheisst nichts Gutes (auf lateinisch Gaeumannomyces graminis).

Häufig ist die Schwarzbeinigkeit bei Neusaaten anzutreffen. Im Anfangsstadium fallen kleine Stellen auf, wo das Gras dunkelgrün ist und am Boden liegt. Später erscheinen helle Flecken (siehe Bild), die sich allmählich ins bronzefarbene verwandeln. Die Gräser lassen sich einfach herausziehen. Sie zeigen einen dunkelbraunen bis schwarzen Stängelgrund und dunkle Flecken. Die Wurzeln sehen wie abgebrannt aus. Oftmals werden diese entstehenden Lücken in der Grasnarbe von Ungräsern wie Poa annua besetzt.

Ursachen

  • häufige Beregnung mit Wasser mit einem PH Wert über 7
  • Trockenheit macht die Symptome schneller sichtbar
  • Nährstoffmangel oder unausgewogen (Bodenprobe nehmen)
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • sommerliche Temperaturen
  • Bodenverdichtung
  • falscher Sand in der Regeneration (zu hoher PH Wert)

Bekämpfung und Vorbeugung

  • aerifizieren
  • Bewässerungshäufigkeit überdenken
  • bei der Regeneration kalkarmen Rheinsand einsetzen
  • Nährstoffanalyse und Korrekturdüngung
  • Fungizide einsetzen (nach Absprache)

schwarzbeinigkeit

 

Blattflecken-Krankheit

Rasenkrankheit Blattflecken

Durch die Blattflecken-Krankheit im Rasen werden zuerst helle Flecken sichtbar, die ohne Behandlung braun werden und die Rasenfläche absterben lassen. Die Blattflecken erkennt man, wie auf dem Bild, jeweils durch einen braunen Rand mit hellerem Zentrum. Sie können jedoch auch als Mischinfektion auftreten.

Ursachen:

  • zu hohe Stickstoffgaben (schubartiges Wachstum)
  • Kaliummangel
  • Magnesiummangel
  • schattige Lage und Lichtmangel
  • feucht-kühle Witterung
  • Tau und hohe Luftfeuchtigkeit
  • Rasenfilz
  • Bodenverdichtung

Bekämpfung und Vorbeugung

  • Düngung ändern (höherer Langzeitstickstoff-Anteil)
  • Kalium düngen
  • Bewässerung aussetzen
  • Lichtsituation falls möglich verbessern
  • gegen Filz vertikutieren oder striegeln
  • aerifizieren
  • Tiefschnitt vermeiden
  • diverse Fungizide nach Absprache möglich

blattflecken

 

Fusarium / Rasenpilz bereits wieder aktuell

Fusarium

rasenpilzDiese Krankheit tritt in der Praxis häufig in Form von Misch-Infektionen auf. Durch Maschinen, Spieler, Wind und Wasser ist eine schnelle Verbreitung möglich. Befallene Rasenflächen zeigen zunächst unregelmässige, hellgrüne Flecken, die sich dann hellbraun und später strohartig verfärben. Das schwach rötliche Myzel erscheint nur bei hoher Luftfeuchtigkeit am Rande der befallenen Stellen. An den Einzelpflanzen lassen sich Blattflecken feststellen. Zudem treten dunkelbraune Verfärbungen an den Wurzeln auf. Um dem Befall vorzubeugen empfehlen wir eine ausgewogene und gleichmässige Nährstoffversorgung durch eine gezielte Kaliumzufuhr während der Sommermonate. Die Krankheit kann auch mit einem präventiven und heilendem Rasenfungizid behandelt werden.

 

rasenpilz

Wichtig ist generell die richtige Bewässerung im Sommer. Sie können durch ständige Wassergaben die Pilzerkrankung fördern. Zur Erinnerung: Lange Zeitabstände, dafür viel Wasser. Mehr Infos.

 

fluessigduenger

Bei einer Unterversorgung mit Stickstoff tritt auch Rotspitzigkeit auf.

 

Rotspitz / Rotspitzigkeit

rotspitz

Im Moment wundern sich viele wieder über die roten Flecken im Rasen, insbesondere an den Randbereichen. Die Rotspitzigkeit ist eine sehr verbreitet auftretende Rasenkrankheit, die durch Pilzbefall (Laetisaria fuciformis, Corticium fuciforme) verursacht wird. Sie ist haupsächlich auf Sportrasenplätzen, aber auch auf dem Hausrasen feststellbar. Ein Befall mit der Rotspitzigkeit ist fast ganzjährig zu beobachten, bei Temperaturen zwischen 5 bis 28 Grad Celsius. Folgende Faktoren begünstigen die Rotspitzigkeit:

  • feucht-warme Witterung
  • zu geringe Stickstoff – Versorgung
  • schlecht geschliffene Mäher-Messer

Die befallenen Rasenblätter sind durch die deutlich rote Pilzmyzel gut zu erkennen. Als besonders anfällig gelten Poa pratensis, Lolium-Arten, Agrostis und Festuca rubra.

Bekämpfung der Rotspitzigkeit:

Anders als bei einem Sommerfusarium ist die Lösung hier einfach. Der Rasen ist nach Programm zu düngen. Es gilt, auf eine genügende Stickstoffversorgung zu achten, insbesondere bei Sportplätzen auch an den Randbereichen. Bei Trockenheit wird das Problem zudem entschärft.

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rotspitz
rotspitz

 

Schneeschimmel und andere Plagen für den Sportrasen

SchneeschimmelSchneeschimmel
Aufgrund seines Namens wird der Schneeschimmel häufig mit Schnee in Verbindung gebracht. Dabei tritt diese Pilzkrankheit vornehmlich bereits in den Herbstmonaten bei Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes auf, bei ca. 0-8 Grad. Eine kühle Witterung in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit lässt an manchen Tagen die Infektion nahezu explodieren. Im Frühstadium der Erkrankung zeigen sich kleine, gräuliche Flecken von einigen wenigen Zentimetern Durchmesser.
Die Gräser an den befallenen Stellen sind nass und verfault. Diese kleinen Stellen weiten sich in der Folge zu größeren Flächen aus, wobei diese ineinander übergehen können. Mit einer ausreichenden Versorgung der Gräser mit Kali (K) im Herbst kann das Problem vermindert werden.
Vermeidung von Schneeschimmel: chemisch präventiv
Vermeidung von Schneeschimmel: Winterschäden vermeiden
Im Frühjahr kann der Schneeschimmel mit Schleppnetz oder Striegel aufgeraut werden. Ebenso mit einem schnellwirkenden Rasendünger wird die Verbreitung gestoppt. In dieser Jahreszeit wird somit keine chemische Behandlung notwendig.
Die ideale Rasenpflege nach dem Winter finden Sie hier:
Siehe auch: Frühlingspflege
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schneeschimmel
Schneeschimmel

schneeschimmel1
Schneeschimmel stark

Spinnennetze im Rasen = Dollarspot

Dollarspot

dollarspot
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In den frühen Morgenstunden erkennt man im Tau „kleine Spinnennetze“. Vielfach auch genau an jenen Stellen, welche durch den Spielbetrieb Schaden genommen haben. Hier handelt es sich jedoch um Mycelium, einen Pilzkörper. Die Krankheit nennt sich Dollarspot

 


Vorbeugen:

  • – aerifizieren
  • – striegeln (Reduzierung des Rasenfilzes).
  • – Schnitthöhe etwas erhöhen
  • – Kaliversorgung überprüfen
  • – Düngung mit Langzeitstickstoff und gezielte Kaliumgaben
  • – chemische Bekämpfung ist möglich
Mehr Infos: Dollarspot schleicht sich im September an
dollarspot