Vertikutieren versus Striegeln

Rasenregeneration

Immer wieder wird auch unter Fachleuten diskutiert, ob das Vertikutieren oder Striegeln die bessere Pflegemassnahme sei. In diesem Blog nehmen wir beide Optionen unter die Lupe und zeigen euch, wo die Unterschiede sind und was beachtet werden muss.

Vertikutieren

Mit dem Vertikutieren wird einerseits der Filz entfernt, anderseits erhöht es wiederum die Wasserdurchlässigkeit in den Rasentragschichten. Hierbei schneiden senkrecht stehende Messer den Filz aus der Narbe. Die Arbeitstiefe ist so einzustellen, dass der ganze Filz-Horizont herausgearbeitet, der Mutterboden aber nur leicht angeritzt und die Wurzeln nicht beschädigt werden.

Idealer Zeitpunkt ist Mai / Juni, nach der zweiten Düngergabe, wenn der Dünger die volle Wirkung bringt und die Lücken wieder schneller schliessen. Vertikutiert man in dieser Zeit, sind die Sportplätze voll belastet. Durch diesen Eingriff werden sie allerdings noch zusätzlich belastet. Daher muss jeder Sportplatz vor Ort beurteilt werden, ob diese Massnahme gerade sinnvoll ist oder nicht. Hingegen bei Schulhausplätzen und Freizeitanlagen, bei denen die Belastung geringer ist, sehen wir das Vertikutieren als eine ideale jährliche Pflegemassnahme.

Striegeln

Hauptzweck dieser Massnahme ist es, den Filz und abgestorbenes organisches Material an die Rasenoberfläche zu bringen und anschliessend aufzunehmen. Striegeln im März sollte vor dem ersten Schnitt und der Düngergabe erfolgen. Dadurch werden Wurmhaufen und gleichzeitig der Schneeschimmel entfernt. Mit anschliessendem Mähen, Aufnehmen des Filzes und des Grüngutes und einer Düngung ist dies der ideale Start in die neue Saison. Beim Einsatz im Frühling ist die Intensität zu beachten. Ist diese zu stark, kann es kontraproduktiv sein. Die Gefahr besteht auch im frühen Frühling, dass die Gräser Poa pratensis herausgerissen werden, welche man eigentlich fördern möchte. Dies entsteht durch zu tiefes Striegeln, da die Wurzeln nach dem Winter noch nicht tief genug sind oder nach der Herbstansaat noch nicht richtig wurzeln konnten.

Wird ein Sportplatz zu wenig belastet, ist dies auch schädlich, darum striegelt man ihn. Das Striegeln kann auch eingesetzt werden, um die nötige Belastung einzubringen. Im Mittelbereich des Platzes, wo die Belastung am höchsten ist, kann die Striegelmassnahme auch eingeschränkt und nur die äusseren Bereiche gestriegelt werden. Bei Sportplätzen mit Mährobotern empfehlen wir, den Sportplatz in der Vegetationszeit monatlich zu Striegeln. Wie bei vielen Pflegemassnahmen gilt auch hier, lieber häufiger dafür weniger intensiv.

Rückblick Sportplatztagung 2014 – Richterswil

Sinnvolle Pflegemassnahmen als Ergänzung zum Mähroboter

Anlässlich des Rasenseminars, organsiert von Green Robotics, konnten wir einem interessierten Kreis sinnvolle Pflegemassnahmen vorführen, welche als Ergänzung zu einem Mähroboter durchgeführt werden sollten.

Der Mähroboter führt im Allgemeinen dank des regelmässigen Schnittes zu einer besseren Rasenqualität.

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Bilder Pius Eicher, Logis Switzerland, Bodenschutzsysteme

Vorteile im Überblick

  • verbesserte Sportrasenqualität durch regelmässigen Schnitt
  • Kostensicherheit
  • schont die Umwelt
  • praktisch keine Bodenverdichtung
  • Sicherheit dank Sensoren und Sonar

Unterstützende Pflege

Als Schwerpunkt zeigten wir das Absanden mit kalkarmem Rheinsand. Jeder Rasenplatz, unabhängig von der Mähmethode, bildet jährlich eine ca. 5mm starke, humose Schicht. Diese wird mittels 5mm kalkarmem Sand oder Quarzsand wasserdurchlässig gehalten. Das Aerifizieren mit einem Hohlspoon vermischt die bestehende Rasentragschicht mit dem neuen Sandauftrag und belüftet und lockert sogleich den Boden. Das regelmässige Striegeln des Rasens haben wir ebenfalls vorgeführt. Das Abstriegeln verhindert eine Filzbildung und kann bis viermal jährlich durchgeführt werden. Mit diesen Massnahmen haben Sie bessere Rasen-Qualität mit höherer Nutzungsdauer.

Mehr Infos:

Rasenpflege

Mähroboter Etesia

Einladung: Rasenroboter, Mähtraktoren, Folgepflege, Bodenschutz…

truebBeteiligte rund um Sportstätten werden bei Rasenunterhalt und -pflege durch extreme
Wetterbedingungen vermehrt mit neuen Herausforderungen konfrontiert.
Unsere Sportplatztagung bietet Ihnen die Gelegenheit, Neuigkeiten und Fortschritte der heutigen Technik sowie zukunftsweisende Praktiken kennenzulernen.

Programmschwerpunkte:

  • Green Robotics GmbH: Rasenroboter, mähen unter schwersten Bedingungen
  • Trüb für Grün AG: Sinnvolle ergänzende Pflege, striegeln, aerifizieren etc.
  • Otto Hauenstein Samen AG: Torraumsanierung, Nachsaat und Rasenernährung
  • Jakob Hug AG: Leichte Rasen-Traktoren
  • Logis Switzerland AG: Bodenschutz und Schwerlastplatten

Anmeldung

Sportplatztagung

Erfolgreiche Einführung des Mähroboters geglückt

Nach der Einführung des Produkts im Rahmen des RKS-Rasen-Pakets mit dem

etesia-maehroboterQualitäts-Abo in 2012 können wir jetzt, nach den ersten Erfahrungen mit dem Einsatz von Mährobotern auf Sportplätzen, von einem Erfolg sprechen.

Anhand des Beispiels im schweizerischen Richterswil – auf einem vom RKS-Partner Trüb AG gepflegten Rasen – lassen sich diese Fragen beantworten. Der Mähroboter ist dort seit April 2012 im Einsatz. Er läuft meist nachts nach etwa 23 Uhr. Die Mähzeiten müssen dabei unbedingt dem Spielplan und den Bewässerungszeiten angepasst werden. Das Timing der Mähintervalle muss monatlich entsprechend der Wachstumsphasen verändert und entsprechend programmiert werden. Für das Mähen des gesamten Platzes sind etwa 12 Stunden erforderlich.