Kostenvergleich Sportplatzbeläge

Ein kleiner und einfacher Überblick der gängigsten Sportplatzaufbauten und Bauweisen: Wir ziehen einen Vergleich mit den konventionellen Bauarten wie dem bodennahen Aufbau, der Mischbauweise bis hin zur Drainschichtbauweise. Daneben zeigen wir Ihnen auch einen Kunstrasen der neusten Generation nach FIFA 2 Star ohne Recycling-Füllstoffe.

Bei den Hybridrasen unterscheiden wir im Vergleich folgende zwei Arten:
Eine Variante wäre die Anwendung des Hybridrasens mit einer armierten Rasentragschicht. Hier werden Kunststoffelemente oder Fasern zur Verstärkung in die Rasentragschicht eingemischt. Einige Beispiele sind „Fibrelastic“, „Netlon Turf®“ und „Terrasoil Advance®“.

Die zweite Variante ist der Hybridrasen als Matte. Dabei wird eine spezielle Kunstrasenmatte auf eine Rasentragschicht verlegt und verfüllt, zum Beispiel PowerGrass®“ von Eurogreen. Vorteil: Diese Anwendung kann auch nur auf Teilflächen erfolgen.

Im Kostenvergleich fehlt der wichtigste Aspekt, nämlich Ihre Bedürfnisse. Diese können je nach Gewichtung zu unterschiedlichen Resultaten führen. Einige Beispiele:

  • Kosten: Wie hoch darf die Investition sein?
  • Umweltfaktor: Endliche Ressourcen, CO2 Bilanz, Staubbindung, Klima
  • Belastung: Wie viele Stunden wird der neue Platz genutzt?
  • Benutzer: Wie viele Vereine, FC’s und / oder Schulen nutzen den Platz?
  • Topografie: Höhe über Meer, Schatten, Baugrund, etc.
  • Einschränkungen: Winterbetrieb, Ausweichmöglichkeiten

Zum Vergrössern anklicken:

 

Download als pdf Datei

Informationen zu Kosten Rasenpflege finden Sie hier.

Hybridrasen vorgestellt in unserem Rasenmagazin, zum vergrössern anklicken. Noch kein Magazin erhalten: Download

Hybridrasen_Auszug

 

rasen kunststoff sport

Torraumsanierung mit Eurogreen Hybridrasen

Rollrasen (2)In den häufig beanspruchten Zonen wie Torräumen oder Mittelachse wird die Grasnarbe besonders stark belastet. Anstelle der klassischen Dicksoden bieten wir seit diesem Herbst Hybridrasen CombiGrass als Dicksoden an. Diese sind fixfertig bewachsen, bestehend aus 90% Gräsern und zu ca. 10% aus Kunststofffasern. CombiGrass schützt die Sportrasengräser, erhöht die Nutzungsintensität, erhält die Ebenflächigkeit und gibt den Sportlern sicheren Halt. CombiGrass  ist eine Entwicklung von Eurogreen.

Hybridrasen auf Sportplätzen

Zur Zeit wird wieder vermehrt über Hybridrasen-Systeme diskutiert. Die Idee wurde bereits von Skierde vor 20 Jahren untersucht, damals natürlich mit einem anderen Stand der Technik. Beim heutigen Hybridrasen gibt es zwei hauptsächliche Lösungsansätze.

Armierung der Rasentragschicht
In die Rasentragschicht, RTS genannt, werden Kunstfasern eingemischt. Je nach Hersteller und System zum Teil ca. 6 kg auf 1 m3. Dadurch erhofft man sich einen stabileren Untergrund.


Armierung der Rasennarbe
( und/oder armierte Rasentragschicht) Der 2. Lösungsansatz wäre die Armierung der Rasennarbe. Daher der Begriff Hybridrasen, eine Mischung aus Naturrasen und Kunstrasen.

Beide Gruppen zielen auf eine höhere Belastungsdauer des Rasens ab. Sprich mehr Belastungsstunden pro Woche.

Beim Vergleich zum Naturrasen ist bei der Belastbarkeit die Grenze bei der Grasnarbe gesetzt. Hybridrasen enthält den grösseren Anteil Naturrasen. Dieser hat bei der Belastbarkeit seine natürliche Grenze.

Pflegekosten sparen?
Die Pflegekosten werden sich im Rahmen von den normalen Sportrasenflächen bewegen, also zwischen 6-10 Fr./m2/Jahr.

Sanierung / Folgekosten
Laut einigen Herstellern muss der gesamte Rasen (nur der Naturrasen- Anteil) ausgefräst und neu angesät werden. Dies, weil der Naturrasen sich natürlich etwa 3-5 mm im Jahr aufbaut und die darunter liegende Kunstrasenfaser verschwinden würde. Je nach Hersteller wird das alle 2-4 Jahre der Fall sein. Bei einer Neusaat wird der Platz in den Vegetationsmonaten etwa 8-10 Wochen gesperrt bleiben müssen.

Entsorgung
Ein Nachteil wird besonders bei der armierten Rasentragschicht die Entsorgung in einem späteren Zeitpunkt sein. Nach Herstellerangaben ist der Kunstfaser-Anteil in der RTS im Bereich Inertstoff.

Mehrkosten
Es ist davon auszugehen, dass bei einer armierten RTS etwa 150’000 Fr. Zusatzkosten gegenüber der normalen RTS entstehen.

 

Überlegungen
Wenn man den Hybridrasen mit einem DIN Platz, zum Beispiel mit einer Lavaterr-Rasentragschicht vergleicht, wird die höhere Belastung nur einige Stunden pro Woche höher sein. Sprich vielleicht etwa 3-4 Stunden pro Woche mehr (30 statt 25 Stunden pro Woche, Basis Naturrasen 900 Stunden / Jahr).

  • Falls die Belastung höher ist, wird ein Kunstrasen pro Spielstunde günstiger werden.
  • Die Belastung pro Woche wird sich meist nur aus Trainingsspielen am Abend und Spiele an den Wochenenden ergeben.
  • Die von den Herstellern nach 2-4 Jahren verlangte Sanierung hebt die einige Stunden mutmassliche Mehrbelastung pro Woche wieder auf. Erschwerend kommt hinzu, dass die verlangte Sanierung genau in die Spielsaison fallen wird.
  • Der Baugrund muss standhalten, da Senkungen etc. nur aufwendig korrigiert werden können.
  • Die verwendete Kunstrasenfaser ist dem gleichen Verschleiss wie bei einem Kunstrasen ausgesetzt. Es ist davon auszugehen, dass der Hybridrasen nach 15 Jahren komplett ausgewechselt werden muss. Die im Hybridrasen eingearbeitete RTS wird ebenfalls Verschleisserscheinungen zeigen. Ein Naturrasen selber hat eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahre.
  • Eine abgespielte Fläche kann nur mittels Nachsaat/Sperrung saniert werden, anstelle Rollrasen in der Spielpause oder nach Spielschluss.
  • Der Hybridrasen hat die gleichen natürlichen Grenzen bezüglich Schnee und gefrorenem Boden wie der Naturrasen.

 

Kostenvergleich Sportplätze finden Sie hier.

hybridrasen