Sanierung Rasentragschicht Stadion Letzigrund

Die Rasentragschicht im Letzigrund musste aufgrund der nachlassenden Wasserdurchlässigkeit und dem hohen Tonanteil saniert werden. In drei Schritten wurde das ganze Spielfeld überarbeitet. Dieses Jahr war das letzte Drittel an der Reihe. Nach dem Abfräsen der Grasnarbe mit der Korofräse wurden die oberen zehn Zentimeter Rasentragschicht ausgebaut und abgeführt. Die unteren zehn Zentimeter wurden mit neuem Sand vor Ort aufgemischt und wieder eingebaut, planiert und mit Rollrasen belegt.

Sportplatzbaumaschine D3

Die neue Caterpillar D3 ist bei uns eingetroffen und hat sich bestens bewährt für den Sportplatzbau. Die Maschine ist lasergesteuert und hilft uns beim Einbau von Drain- und Rasentragschichten. Zusätzlich kann sie mit einer Grabenfräse oder dem Schlitzpflug ausgerüstet werden.

D3 mit Schlitzpflug
D3 mit Schlitzpflug

 

Wurzelwachstum Rasen

Rund die Hälfte des Bodenvolumens ist oder sollte Luft sein. Denn nicht nur die oberirdischen, sondern auch die unterirdischen Pflanzenteile brauchen Luft.

Die beste Wurzelbildung findet bei 10 – 18°C statt. Bei tieferen und höheren Temperaturen findet viel weniger bis kein Wachstum statt.

Folgende Faktoren beeinflussen die Wurzelbildung:

  • vorhandene Luft im Boden
  • Bodenaktivität
  • Bodentemperatur
  • Wasser
  • Nährstoffe
  • Rasenschnitthöhe
Rasenschintthöhe1.jpg

Die Schnitthöhe ist auch ein Faktor, der das Wurzelwachstum beeinflusst. Die Gräser versuchen, zwischen Blatt- und Wurzelmasse ein Gleichgewicht herzustellen. Die Schnitthöhe sollte im Sommer ab Juni 1 – 1.5 cm angehoben werden. Bei mehr Blattmasse (=mehr Photosynthese) können auch mehr und tiefer reichende Wurzeln gebildet werden. So kann sich die Graspflanze bei Trockenperioden sicher länger selber versorgen.

Rasenfibel_Otto Hauenstein Samen_Wassergabe

Stehen längere Trockenperioden an, muss tiefgründig gewässert werden. Das zeigt die folgende Darstellung. Bei Wassergaben von 15 – 20 Liter/m2 wird die Rasentragschicht ca. 15 – 20 cm tief befeuchtet. Mit einem Regenmessbecher oder einer Spatenprobe kann dies überprüft werden.

Wurzelwachstum fördern
Bodenbelüftung mit Vertidrain

Der Lufteintrag bei Sportrasen kann mittels aerifizieren wieder verbessert werden. Die stetige Benutzung des Platzes wird den Lufthaushalt im Boden zunehmend wieder verschlechtern. Genügend Bodenlockerungs- und Belüftungsmassnahmen sind demnach einzuplanen.

Flüssigdüngung von Rasen

Spritzen gegen Unkraut

Eine Flüssigdüngung im Rasen kann eine gute Alternative und/oder Ergänzung zum granulierten Rasendünger sein. Sie wirkt extrem rasch und bringt einen schnellen Effekt gegenüber den granulierten Rasendüngern. Auf der Abbildung sehen Sie die Arbeiten kurz vor einem wichtigen Event/Anlass auf dem Rasen. In vielen Stadien ist die Flüssigdüngung nicht mehr wegzudenken. Sie kann ebenfalls zur Revitalisierung nach Rasenkrankheiten eingesetzt werden, um die Gräser zu stärken, oder auch in Kombination nach oder zusammen mit einer Pflanzenschutzmassnahme. Vorteile einer Flüssigdüngung im Rasen:

  • rasche Aufnahme* des Düngers
  • schneller und gezielter Effekt
  • wenig Nährstoffverluste
  • kein oder weniger Stosswachstum
  • kleineres Umweltrisiko, da keine Auswaschungen

eingesetztes Produkt auf Abbildung Elevate Fe, 6-0-0 + 5 Fe

Aufnahmezeiten bei der flüssigen Variante:

Wirkstoff

Stickstoff

Phosphat

Kali

Eisen

Kürzel

N

P

K

Fe für schnelles Grün

Aufnahmezeit

ca. 6 Stunden

ca. 3 – 5 Tage

ca. 1 – 3 Tage

ca. 10% alle 24 Stunden

Dichte Grasnarbe mit Schlitzsaat

Für eine dichte Grasnarbe ist die Übersaat eine sehr wichtige Massnahme. Kahle stellen werden wieder von neuen Grassamen besetzt. Das Unkraut hat so geringere Chancen aufzukommen. Auch bei Rasenflächen mit Poa annua (einjähriges Rispengras) sollte mit neuem guten Saatgut gearbeitet werden. Bei Ausfall von der einjährigen Wiesenrispe haben wir die Chance, dass neue gute Gräser nachkommen. Das Saatgut sollte dabei möglichst in die oberste Schicht der bestehenden Grasnarbe eingebracht werden. Dies geschieht am besten mit der Schlitznachsaatmaschine (Overseeder).

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Die Scheiben, welche in einem Abstand von 3 cm angelegt sind, schneiden eine kleine Kerbe in die Grasnarbe und legen dort den Samen behutsam ab. Der kostbare Samen liegt so am idealsten Ort zur Keimung. Leicht beschattet von den bestehenden Gräsern, geschützt vor Wind und mit direktem Bodenkontakt, hat der Samen beste Voraussetzungen zum Gedeihen.

 Ein positiver Nebeneffekt der schneidenden Scheiben in die Grasnarbe ist, dass die Seitentriebe der Ausläufer treibenden Gräser (Wiesenrispe, Poa pratensis) angeschnitten und dadurch zum Wachstum angeregt werden, was wiederum zu einer dichteren Grasnarbe führt.

Die Übersaat wird in abgespielten Bereichen oder bei schlechter Kombination der bestehenden Rasengräser eingesetzt. Die Häufigkeit richtet sich nach dem Bedeckungsgrad der Grasnarbe und der Gräserzusammensetzung. Idealerweise folgt auf die Nachsaat eine Spielpause, so hat der Samen die Möglichkeit aufzukommen.

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Engerlinge des Junikäfers im Rasen

Die Engerlinge des Junikäfers lieben das trockene Wetter. Gerade im Sommer 2018 hat der Käfer sich stark ausgebreitet. Er frisst die Wurzeln der Gräser ab, es entstehen braune Flecken im Rasen. Die Krähen, der Igel, der Dachs und sogar das Wildschwein graben nach den Engerlingen, welche eine beliebte Nahrungsquelle der Wildtiere darstellen. Gerade dies verursacht weitere, zum Teil enorme, Schäden auf den Sportplätzen.

Die Bekämpfung ist nur biologisch möglich und zwar mit dem Pilz Metarhizium, welcher auf einem sterilisierten Gerstenkorn sitzt. Bringt man diesen Pilz aus, muss anschliessend auf genügend Feuchtigkeit im Boden geachtet werden, so dass er sich ausbreiten kann und nicht vertrocknet. Möglicher Behandlungszeitraum ist März bis Juli und September bis Anfangs Oktober. Der Junikäfer entwickelt sich über zwei Jahre vom Ei zum Käfer und ist nur im Larvenstadium bekämpfbar.

Hier das Datenblatt Junikäfer zum Download:

Datenblatt Engerlinge des Junikäfers

 

 

 

Wir sagen herzlichen Dank!

Geschätzte Kunden

Die Firma Trüb für Grün AG bedankt sich ganz herzlich für die tolle Zusammenarbeit und das Vertrauen, welches Sie uns geschenkt haben.

Auch unseren Lieferanten, die mit uns tagein tagaus den Alltag ermöglichen, möchten wir herzlich danken.

Ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Mitarbeiter würde nichts gehen. Besten Dank auch an Sie.

Bevor wir mit vollem Elan in das neue Jahr starten, blicken wir noch einmal zurück auf ein sonniges und warmes 2018.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie besinnliche und frohe Festtage und ein glückliches, erfolgreiches neues Jahr.

Rasengräser im Detail

Die wichtigsten Grasarten im Überblick

Über 300 verschiedene Gräsersorten sind bekannt, doch nur wenige eignen sich für eine strapazierfähige Rasenfläche. Neben der hohen Strapazierfähigkeit wird bei Sportrasen eine gute Schnitt- und Trittverträglichkeit verlangt. Immer wichtiger wird auch, dass die Grasarten gegen Trockenheit und Krankheiten resistent sind und eine hohe Regenerationskraft besitzen. Durch optimale Pflege und Nutzung der Fläche, sowie nach Bedarf und gezielt eingesetzte Nährstoffe können wir den gesunden Grasbestand beeinflussen. Nur zum Teil beinflussbar ist der Konkurrenzkampf unter den Gräsern und die Bodenbeschaffenheit. Keinen Einfluss haben wir auf das Licht, die Witterung und die Temperatur.

Von den erwünschten bis zu den unerwünschten haben wir die wichtigsten Rasengräser unter die Lupe genommen. Nicht fehlen dürfen in den Rasenmischungen das Englische Raigras, die Wiesenrispe und die Rotschwingel.

 

 

Unterlagen:

Rasengräser im Detail

Poa annua bekämpfen

Poa trivialis bekämpfen