Mikroschlitze / Drain-Air-Schlitze

Die wasserabführenden Sickerschlitze werden mit den Jahren immer mehr überdeckt. Dies entsteht durch die neu aufgebaute Rasenschicht. Diese oft schlecht durchlässige Überdeckung führt zu verzögertem Wasserabfluss und muss mittels Mikroschlitzen durchbrochen werden. Diese Mikroschlitze nennt man auch Drain-Air-Schlitze. Wie es der Name schon sagt, wirken sie nicht nur drainierend, sondern versorgen die oberste Schicht mit Luft, welche für die Bodelebewesen wie auch für die Wurzeln von grosser Bedeutung ist. Sind die Drain-Lüftungsschlitze mit den Sickerschlitzen verbunden, ergibt dies wieder eine gute Entwässerung.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Sportplätze sind nach Regenfällen wieder schneller bespielbar. Der schnelle Wasserabfluss behebt das Oberflächenwasserproblem und vermindert so das Unfallrisiko. So müssen sich Fussballspieler nicht mehr über nasse Füsse auf dem Sportplatz beklagen. Die grosse Rasensanierung entfällt, nach kurzer Spielpause kann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden.

Wie wird der Drain-Air-Schlitz erstellt?

Zuerst schneidet das Messer einen Schlitz in den Boden. Dieser 2cm-Schlitz wird anschliessend mit Quarzsandriesel oder feinem Splitt verfüllt. Der Reihenabstand der Messer beträgt 25 cm. Am Schluss wird der neue Mikroschlitz angedrückt.

In 10 Schritten zum Top-Rasen

Der Naturrasen-Sportplatz sollte möglichst strapazierfähig und langfristig bespielbar sein. Was stetig abgenutzt wird, muss auch gleich wieder gut gepflegt und instand gestellt werden. Verpasste Pflegemassnahmen sind schwierig aufzuholen. Deshalb raten wir, den Rasen dauernd zu beobachten und immer wieder neu zu beurteilen. Neben der wichtigsten Pflegemassnahme, den Rasen mähen, führen die folgenden zehn Schritte zum Erfolg. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Herzrasen 2020

Wir freuen uns, Ihnen die neuste Ausgabe von unserem Magazins Herzrasen bereitstellen zu können.

Spannende Themen wie:

  • Kunstraen verfüllt oder unverfüllt
  • Schlitz- oder Perforationssaat
  • Referenzen

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Einladung zum Sportrasenseminar vom 7. Mai 2020

Das jährliche, traditionelle Fachseminar zur Sportrasenpflege ist die optimale Plattform für Profis der Sportplatzpflege, um sich unter Berufskollegen auszutauschen und neue Lösungsansätze zu diskutieren.

Dies sind die neusten Trends auf dem Sportrasen:

Mikroorganismen, Meeresalgen, Mähroboter und eine sinnvolle Pflege der Nebenflächen. Wie lassen sich diese Punkte zu einem sinnvollen und ganzheitlichen Pflegekonzept zusammenfügen?

Lassen Sie sich von OHS, Trüb für Grün AG, Green Robotics GmbH und Robert Aebi Landtechnik AG inspirieren! Zögern Sie also nicht, melden Sie sich mit dem Antworttalon an und profitieren Sie von diesem interessanten Tag!

Datum:                       Donnerstag, 7. Mai 2020

Anmeldeschluss: Donnerstag, 30. April 2020

Zeit:                            8.30 – ca. 16.30 Uhr

Ort:                             Sportanlage Eschfeld, 6300 Steinhausen

Kosten:                       CHF 120.– / Person inkl. Verpflegung

Auskunft:                  Otto Hauenstein Samen, Andreas Fuhr, 044 879 17 19

Anmeldung-Fachseminar-Sportrasen 2020

Wir freuen uns, Sie am 7. Mai in Steinhausen begrüssen zu dürfen.

Trüb für Grün am ESAF in Zug

Was verbindet die Firma Trüb für Grün AG als Sportplatzbauer mit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug? Natürlich die Rasensanierung nach dem Fest. Als Experte für Rasensanierungen nach kleinen und grossen Anlässen sind wir bekannt. Mit unserem bestens ausgerüsteten Maschinenpark sind wir für jeden Schaden auf Rasenplätzen bereit.

Am ESAF standen diverse Verbands- und Festzelte auf den Fussballplätzen. Der grosse Besucheransturm hatte auch eine massive Abnutzung der Sportrasenflächen zur Folge. Alle Zelte wurden bodenschonend auf- und abgebaut. Ohne Licht und Wasser und der zusätzlichen Hitze unter den Platten sind viele Stellen abgestorben. Dies hatte zur Folge, dass 13’200 m2 abgestorbener Rasen abgefräst und neuer Rollrasen verlegt werden musste. Die weniger beanspruchten Rasenflächen wurden vertikutiert, nachgesät, gedüngt und aerifiziert. Die tiefgründigen Verdichtungen wurden später mit der Tiefenlockerung gelöst.

Der Rasenfilz

Die Anreicherung organischer Masse an der Bodenoberfläche von Rasenflächen nennt man Rasenfilz. Diese Akkumulation verändert die Eigenschaft der Rasenfläche massgeblich. Der Rasenfilz muss nicht zwangsläufig aus abgestorbenen Blättern bestehen, es können auch abgestorbene Wurzeln oder Ausläufer der Gräser sein.

Der Rasenfilz entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen neuer organischer Masse und deren Abbaurate. Trockenheit oder häufige und starke Bewässerung von Rasenflächen kann tendenziell zu einer höheren Rasenfilzbildung führen, ebenso das Mähen mit dem Roboter ohne Schnittgutaufnahme. Der schlechte Lufthaushalt, der durch Bodenverdichtung beim Fussballspiel zu Stande kommt, kann ein weiterer Grund sein. Die Bodenverdichtung und die Trockenheit schränken die Mikroorganismen in ihrer Tätigkeit ein und haben einen verminderten Abbau von organischer Masse zur Folge. Der Abbau funktioniert nur, wenn der Boden feucht ist und die im Boden lebenden Regenwürmer und Bakterien sich fortbewegen können.

Der Rasenfilz ist unerwünscht, weil:

  • grosser Wasserrückhalt (wie ein Schwamm)
  • Verlust der Strapazierfähigkeit (Scherfestigkeit)
  • geringe Tiefendurchwurzelung
  • vermindert die Widerstandsfähigkeit bei Trockenheit
  • schlechte Wirkung von Übersaaten (kein Bodenkontakt von Saatgut)
  • kein Nährstoffspeicher
  • erhöhte Krankheitsanfälligkeit

Der Rasenfilz kann Wasser speichern wie ein Schwamm. Ein Millimeter Filz speichert einen Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Ist eine 10 mm starke Filzschicht vorhanden, kann bei 10 mm (10 l/m2) Niederschlag gar kein Wasser mehr in den Boden dringen. Alles wird im Filz aufgehalten. Dies hat eine schlechte Wurzelbildung zur Folge und macht den Rasen bei Trockenperioden kaum mehr widerstandsfähig.

Die Gegenmassnahmen sind das Striegeln und das Vertikutieren. Sogar das Aerifizieren mit Hohlspoons hilft den Filz abzubauen, da dieser durchstochen und dadurch wieder besser abgebaut werden kann. Am besten wird Sand in die Aerifizierlöcher eingeschleppt. Dies hält die Durchlässigkeit und den Lufthaushalt aufrecht, die Mikroorganismen können ihre Arbeit erledigen.

Die Häufigkeit der Filzbekämpfung richtet sich nach der Geschwindigkeit vom Filzaufbau. Dies kann zum Beispiel mit einmal vertikutieren pro Jahr genügen. Auf Sportplätzen reden wir oft von 2 – 4 mal striegeln pro Jahr.

Torraumsanierung mit Dicksoden / Rollrasen

Gerade die Torräume, oft aber auch das Mittelfeld, unterliegen bei starkem Spielbetrieb besonders hohen Belastungen. Kahle Flächen im Rasen sind die Folge. Die Sanierung dieser Flächen mit Rollrasen bietet die Möglichkeit, den Rasen in spielfreien Zeiten recht kurzfristig und erfolgreich wieder herzustellen.

Wichtig dabei ist die Qualität des Rollrasens. Auf Sportplätzen muss er grundsätzlich immer auf Sand gezogen sein und unbedingt der DIN 18035/4 entsprechen.

Die Vorgehensweise bei der Verlegung von Rollrasen im Tor und Mittelfeldbereich sieht wie folgt aus:

  • Abfräsen der bestehenden Grasnarbe und Entfernen von Filz und Speckschicht
  • Sauberes Abschneiden mit einem Rasensodenschneider an den Rändern
  • Lockern der Rasentragschicht
  • Erstellen der Feinplanie
  • Ausbringen von ca. 40 g Startdünger/m2
  • Ausbringen von ca. 100 g Agrosil/m2 zur Förderung des Wurzelwachstums
  • Verlegen des Rollrasen
  • Anwalzen des Rollrasens
  • Ausreichendes Wässern
  • Sauberes Verfüllen der Ränder mit Einsaat
http://www.rasen-komplett-system.de/blog/wp-content/uploads/2013/05/torraumsanierung.jpg

Rasenernährung

Die starke Belastung auf Sportplätzen fordert den Gräsern vieles ab. Die Rasengräser  benötigen neben Licht und Wasser natürlich auch Nährstoffe. Mit der optimalen Düngung wird die dichte, dunkelgrüne Grasnarbe gefördert, die Wurzeltiefe verbessert und somit auch die Belastbarkeit gesteigert. Die Hauptnährstoffe, die benötigt werden, sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K) und Magnesium. Es werden noch weitere kleinere Mengen an Nährstoffen benötigt, diese nennt man Spurenelemente. Im Merkblatt findet man deren Funktion.

Merkblatt Nährstoffe und ihre Funktion

Wirkung von Rasendünger Trüb für Grün AG

Die Bodenstruktur und das Bodenlebewesen spielen eine entscheidende Rolle für den Nährstoffhaushalt. Auch Luft, Wasser und Wärme muss im Boden vorhanden sein, damit die Mikroorganismen die Nährstoffe für die Pflanze verfügbar machen können.

Grundsätzlich gilt bei den Nährstoffen das Gesetz vom Minimum. Alle Nährstoffe müssen genügend und vor allem im Verhältnis vorhanden sein. Eine Überdüngung wirkt sich ebenso negativ aus wie eine Unterversorgung. Wer alle 3-5 Jahre eine Bodenprobe entnimmt und diese analysiert, kann bedarfsgerecht düngen.

Tipp für die Düngung:

  • 3-6 Düngergaben pro Jahr, verteilt auf Ende März bis Oktober
  • Kreuzweise mit der halben Menge auf den frisch gemähten Rasen ausbringen
  • Ausbringen vor Niederschlägen oder danach einwässern
  • Ausbringen bei über 8° Bodentemperatur
  • Als Faustregel gilt 20-40g Reinstickstoff, je nach Platzaufbau und Nutzungsintensität

Sanierung Fussballplatz Einsiedeln

Der Trainingsplatz Schlyffi vom FC Einsiedeln ist vor über 30 Jahren auf einer alten Moorlandschaft aufgeschüttet worden. Über die Jahre haben sich da nun viele Senkungen gebildet. Bei der diesjährigen Sanierung wurde nicht nur ausgeebnet, es wurden auch neue Sauger- und Sammelleitungen angelegt.

Auf die bestehende Rasentragschicht wurden fünf Zentimeter neue Fertigrasentragschicht aufgebracht. Für einen guten Wasserabfluss sorgen die frisch eingezogenen Sickerschlitze, die in einem Abstand von einem Meter angelegt wurden. Im folgenden Video sehen Sie den Bau.